Das etwas andere Weihnachten 2011

26 12 2011

23. – 26. Dezember

Ayers Rock (3)72 Stunden, 540 Kilometer im Toyota Prado, 5.55 Uhr Sonnenaufgang und 19.35 Uhr Sonnenuntergang, 44 Grad, 6 Pfirsiche, 4 Nektarinen, 4 Äpfel, 3 Birnen, ein ½ Hendl mit Salat, 8 Milchshakes, 3 Sternschnuppen, 2 Sonnenaufgänge, 3 Sonnenuntergänge, 23 Liter Wasser, ein rettender Hotelpool in Ayers Rock Resort und viele Stunden Warten. Ein großartiges Erlebnis, wunderschöne Lichtverhältnisse. Uluru oder auch „Ayers Rock“ der ganz anders aussieht als gedacht (wenn man erst einmal drum herum geht) und erstaunliche Kata Tjuta oder auch

BOlgas (24) „The Olgas“ die in ihrer Schönheit unterschätzt werden und bekannter sein sollten. Die Fotos sagen mehr als es Worte je könnten. Hier haben wir auf jeden Fall das Australien gefunden so wie wir es uns vorgestellt haben! Endlich.



Der letzte Artikel 2011 Frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch ;-)

5 12 2011

5. Dezember bis 22. Dezember

DSC_0194Wir haben noch 2 Wochen bis zu unserer Tauchsafari in Cairns und auch noch einige Kilometer vor uns bevor wir dort ankommen. Erst machen wir uns über Brisbane an den Glashouse Mountains vorbei auf den Weg nach Caloundra. Hier könnten wir noch einmal Surfen gehen, doch die Wunde sollte besser im Trockenen bleiben und wir sind nun eh etwas unter Zeitdruck um alle Highlights auf dem Weg mitzuerleben. So fahren wir weiter und sehen in der Tin Can Bay um 7 Uhr morgens Indo Pacific Delphine.

DSC_0360Die kommen seit vielen Jahren jeden Morgen hierher und im Wasser stehend kommen sie bis auf wenige Zentimeter an mich heran. Tolles Gefühl! Gleich geht es weiter nach Hervey Bay und aufgrund des schlechten Wetters besuchen wir nur das mittlerweile schon veraltete Shark-Museum und machen keine Fraser Island Tour. Das Museum ist fast so schlecht, dass es schon wieder amüsant ist. Über Gladstone fahren wir nach Rockhampton und weiter nach Mackay. Ab jetzt darf man nicht mehr in den Ozean gehen: Quallengefahr. Im Eungella National Park sehen wir ein seltenes scheues Platypus (Schnabeltier) und bewundern dieses einzigartige eierlegende Säugetier. Einige Wasserschildkröten treiben sich auch im Fluss herum und wir sind ganz begeistert. Eine Nacht mitten in der Wildnis und dann geht es früh morgens nach Airlie Beach.

P1010700Von dort möchten wir ein Segelboot zu den Whitsunday Islands buchen. Wir finden ein günstiges Angebot und können auch unseren Van für 4 Tage kostenlos im Hostel parken. Am 9. Dezember geht es gemeinsam mit 25 weiteren Backpackern auf die Habibi und wir segeln, oder eher fahren (der Motor wird viel benutzt) zum Whitehaven Beach den wir dann gleich am nächsten Morgen bewundern können. Leider ist gerade Flut und so sehen wir den herrlich weißen Strand nicht in voller Gänze. Tagsüber gehen wir schnorcheln und werden immer wieder mit leckerem Essen verwöhnt und abends werden ein zwei Bierchen geöffnet. Ein kleiner Regenschauer am Abend bringt schlechtes Wetter und so fahren wir am letzten Tag ohne Schnorcheln nach Airlie Beach zurück. Nach einer tollen Käsepizza und einer frischen Wäscheladung fahren wir noch knapp 3 Stunden weiter und bleiben kurz nach Townsville am Strand stehen. Der Abend überrascht uns noch mit einem unglaublichen Wetterleuchten und einem kurzen erfrischenden Schauer. Tja und dann war er da der Tag der Tage: mein 29+1iger.

DSC_0012Gut, dass ich mich noch nicht so alt fühle! Wir staunen über den Wallamann Wasserfall in dem das Wasser über 250 Meter in die Tiefe stürzt und suchen einige Zeit Floh’s Sonnenbrille im Gebüsch. Finde diese Gott sei Dank und machen uns mit gutem Essen und einer Flasche Sekt ausgestattet nach Hull Heads zu unserem Nachtplatz. Es hat mittlerweile jeden Tag über 30 Grad und die Hitze drückt, sodass wir sogar die Klimaanlage nutzen müssen. Wir verbringen den Abend in Zweisamkeit und ich darf die Geburtstagskerze am Schokokuchen ganz alleine ausblasen. Mein Geschenk: eine tolle super duper Saftpressmaschine mit Rezeptbüchern wartet auf mich zu Hause! So gibt es ab sofort immer gesunde leckere Säfte bei einem Besuch bei uns! Hab mich seeeehr gefreut. Am nächsten Tag hab ich dann die vielen lieben Geburtstagswünsche gelesen über die ich mich auch narrisch gefreut habe.

P1010809Den Tag haben wir dann bei den Joesfin – Wasserfällen verbracht. Wir sind im erfrischenden klaren Wasser getümpelt und über die Felsenrutsche ins Wasser geflitzt. Abends haben wir noch einen seltenen Cassowary beobachtet der bei unserem Nachtplatz wohl sein Revier hat. Am nächsten Tag sind wir noch einen weiteren Wasserfall Rundweg gefahren, wieder ins kühle Nass gesprungen, haben die schöne Landschaft der Atherton Tablelands bewundert und zwei sogenannte Fig Trees bestaunt (Cathedral und Curtain Fig Tree)

DSC_0145 Seht selbst wie verwachsen die Bäume sind. Am vorletzten Tag waren wir noch im noblen Palm Colves (ein Resort nach dem anderen) und haben endlich die lang ersehnte Schlange entdeckt. Am Parkplatz vor dem Campingplatz direkt am Meer (dort ist eine Schlange ja zu vermuten). Dann heißt es Abschied nehmen von unserem lieb gewonnenen Gefährt. Es hat uns 7.828 Kilometer durch das Land getrieben, viel Benzin geschluckt aber immer ein kühles Bier offeriert. So haben wir unser Moskitonetz im Auto wieder abgebaut, das Surfboard flugtauglich verpackt und endlich ausgemistet. Am 17. Dezember haben wir also den Van unfallfrei zurückgegeben und sind wieder mit unseren Rucksäcken bepackt in ein Hostel in Cairns gezogen. Am nächsten Tag sind wir dann auch gleich schon zu unserer Tauchsafari mit Pro Dive zum Great Barrier Reef getuckert. Dank einem Anti-Seekrank-Pflaster habe ich die 3-Stunden-Fahrt ans Riff halbwegs gut überstanden.

IMG_8457_CR2Um 11 Uhr sind wir auch schon zum ersten Mal hier mit unseren Tauchflaschen ins Wasser gesprungen und haben die Unterwasserwelt entdeckt. Die Sicht war nicht einwandfrei doch wir haben bei fast jedem Tauchgang eine Schildkröte beobachtet, wunderschöne farbenprächtige Korallen gesehen, große Fische, kleine Fische, jagende Fische, spielende Fische, Nest-verteidigende Triggerfische, ganze Fischschulen, Clownfische und auch einige Haie. Sogenannte Riffhaie die harmlos sind, aber beim Nachttauchgang doch etwas Angst einjagen können 😉 Die Crew war fein, ein guter Mix untern den weiteren Tauchern und das Essen wieder in Hülle und Fülle und köstlich. Drei Tage und 11 Tauchgänge später sind wir wieder sauber und gut gesättigt im Hafen angekommen. Müde aber zufrieden gings wieder ins Hostel. Da haben wir uns jetzt fast 2 Tage lang eingesperrt um euch auch wieder zufrieden zu stellen und all unsere Erlebnisse zu erzählen!

Wir wünschen Euch Frohe Weihnachten und einen großartigen Rutsch ins Neue Jahr 2012. Für viele von Euch hat sich einiges geändert und so wünschen wir Euch Alles erdenklich Gute bei den neuen Herausforderungen!



Kasnocken, deutsches Bier und ein Haufen Holländer fast wie auf der Hütte

12 11 2011

12. November bis 4. Dezember Richmond bis Byron Bay

DSC_0299Die Finger kribbeln schon und es riecht bald wieder nach Meer. Wir fahren in wenigen Tagen über Godsford, The Entrance, Swansee, Blacksmith, Belmont in Richtung Newcastle und versuchen uns an verschiedenen Stränden am Surfen. Wir haben bei einem Garagenverkauf einen Sonnenschirm für 2 Dollar ergattert um den wir sehr froh sind. Die australische Sonnenstrahlung ist viel intensiver, brennt manchmal richtig auf der Haut. Doch in Newcastle gefällt es uns nicht so gut und wir brechen wieder auf und fahren über Bulahdelal, Forster, Tuncurry, Pacific Palms nach Port Macquaire. Das Wetter ist diese Tage auch eher bewölkt, wenig Sonne, ab und zu ein Regenschauer und wir übernachten meistens auf Rest Areas am Highway. Das ist oft laut und unromantisch aber die günstigsten Möglichkeiten über Nacht stehen zu bleiben ohne in einem Caravanpark zu zahlen.

P1010532Wir besichtigen ein Koala Krankenhaus und erfahren etwas mehr über die Tierchen die wie ein Eukalyptuszuckerl riechen. Bin ganz entzückt, sie sehen ja doch auch aus wie Teddybären und am liebsten möchte man sie fest drücken.
Wir fahren weiter nach Nambucca Heads, Sawtell, Coffs Harbour und finden einen tollen Surferstrand. Ich hab es mir unter dem Sonnenschirm gemütlich gemacht und bin schon beim gefühlten 50isten Buch, da kommt auf einmal ein aufgeregter Floh aus dem Wasser: die Nase vom Board ist gebrochen und er selbst hat auch eine kleine unangenehme Wunde an der Hüfte. Also brechen wir schnell auf und machen uns auf die Suche nach einem Surfboarddoktor. Den finden wir am nächsten Tag in Lennox Head. Doch bis alles geklebt und getrocknet ist müssen wir 3 Tage warten. Wir verbringen die Zeit am Strand und fahren etwas ins Landesinnere, doch entdecken keine außergewöhnlichen Plätze. In der Nähe von Byron Bay finden wir eine Rest Area die etwas abseits vom Highway liegt und viele Grünflächen hat, Möglichkeiten zum Sitzen, akzeptable Toiletten und sogar einen Wasseranschluss damit wir unseren Tank immer wieder nachfüllen können. Nachdem wir das Board wieder haben ist mein Schatz auch wieder glücklich und schmeißt sich in Byron Bay immer wieder in die Wellen.

DSC_0389Doch die Freude bleibt ihm nicht lange gewährt. Wir schreiben schon den 25. November, ich habe gerade jemanden getroffen den wir schon in La Paz kennen gelernt haben (die Welt ist klein) und mache mich wieder auf die Suche nach Floh, da kommt er mir humpelnd entgegen und eine blutenden Wunder klafft am linken Fuß. Mit der Finne geschnitten… oje oje. Vom Lifeguard wird er erstversorgt und dann sitzen wir schon im Krankenhaus und die Wunde wird mit 4 Stichen genäht. Der Arzt meint: 5 Tage kein Wasser, in 7 Tagen sollen die Fäden heraus. Baaaaaam…wieder nicht ins Wasser. So bin ich wieder an der Reihe meine Surfkünste zu verbessern,

DSC_0210einen Tag spiel ich etwas Volleyball am Strand, dann fahren wir weiter in Richtung Coolangatta an die Gold Coast. Dort hab ich kein Glück und das Surfboard landet beim Runterfallen auf meiner Nase. Eine kleine Schramme auf der Nase und ich schätz mal sie war auch ein bisschen angebrochen so blau wie ich dann geworden bin. Damit hatte ich keine Lust mehr auf das Surfboard zu klettern. So, nun waren wir beide gehandicapt. Also auf nach Surfers Paradise und nach Brisbane. Ersteres ist ein Strandabschnitt mit einem Gebäudeblock nach dem anderen, kein Charme und keine Atmosphäre dort. In Brisbane wollten wir unsere Pässe mit einem indischen Visum ausstatten. Schlussendlich haben wir von Brisbane nur die indische Botschaft und die australische Botschaft, einen Copyshop und ein Internetcafé gesehen. Wir waren 5 Stunden beschäftigt Parkplätze zu suchen, in einer Schlange anzustehen und zu warten, Formulare online auszufüllen und neue Fotos zu machen, bevor wir unsere Pässe in ein Kuvert steckten, das nach Canberra zur Hauptbotschaft geschickt wurde. Tja, da waren sie weg die Pässe und wir hofften, dass sie rechtzeitig nach Cairns geschickt werden, dort holen wir sie wieder beim Tauchsafari Anbieter Mitte Dezember ab. Nach dem anstrengenden Tag belohnen wir uns tags drauf mit einem Freizeitpark. Es geht nach Dreamworld zum Achterbahn fahren.

Wir kaufen als erste Karten und dann geht es 7 Stunden mit wenigen Pausen in den Buzz Save, Tower of Terror, The Cyclone, The Giant Drop, Mick Doohan’s Motocaster und Shockwave. Wir sehen auch einige Tiere in den Parks: Kängurus zum Angreifen, Koalas, Krokodile, Schlangen und, und, und. Erschöpft von Hitze und Adrenalin fahren wir wieder zurück nach Byron Bay.
Bald darf mein Schatz wieder ins Wasser und dort war auch die Rest Area fein. Die Entscheidung hat sich ausgezahlt, auch wenn wir wieder einige Kilometer fahren mussten. Wir lernen Tim und Ellenoor aus Holland kennen und verbringen ein paar nette, lustige, gemütliche Tage in Byron Bay.

IMG_2952Wir gehen gemeinsam Surfen, Milchshake Trinken, kochen Kasnock`n für sie am BBQ, tauschen Reiseerfahrungen in Australien aus, plaudern viel und am letzten Tag versuchen wir uns auch noch im australischen Bowlen. Dieser „Sport“ wird auf einer grünen Kunstwiese im Freien gespielt. Die Kugeln haben eine ungleiche Gewichtsverteilung und im Team muss man möglichst nahe an die weiße Kugel ran. Nach einem Abschlussbier brechen wir weiter in Richtung Norden auf. Es ist schon der 4. Dezember, von Weihnachtsstimmung jedoch noch weit entfernt und verabschieden uns von unseren sympathischen Parkplatz Nachbarn.



Sonne, Surfen und es sieht hier fast aus wie dahoam

1 11 2011

30. Oktober bis 11. November – Melbourne bis Blue Mountains

P1010403Wir fühlen uns pudelwohl in unserem Camper. Wir haben auch noch Glück gehabt und statt unserem ursprünglich gebuchtem Auto einen Apollo Camper (weniger Kilometer und weniger abgenützt) als upgrade bekommen: ausgestattet mit einem gemütlichen Bett, das zur Sitzecke umgebaut werden kann und einer Küche mit 2 Gasplatten, jede Menge Stauraum und unser Surfboard hat auch einen eigenen Schlafplatz über uns! Also ab zum ersten Aldi Großeinkauf und dann raus aus der Großstadt und ab aufs Land. Wir schlängeln uns durch die Landschaft auf der Suche nach unserem ersten Schlafplatz und draußen stürmt und regnet es. Hmmh… wir wollen endlich in die Sonne! Nachdem wir die erste Nacht wieder mit 2 Schlafsäcken zum Wärmen verbracht haben entscheiden wir die Strecke von Melbourne bis zur Ostküste sehr rasch auf uns zu nehmen. So fahren wir wohl an vielen Nationalparks vorbei doch wir haben schon gelesen, dass an der Ostküste hunderte weitere auf uns warten! Es geht am Princess Highway quer durch Victoria und wir bleiben ab und zu in einem Städtchen stehen. Diese sehen alle sehr ähnlich aus. Die Geschäfte sind alle aneinander gereiht mit großen Verkaufsschildern, kunterbunt durcheinander gewürfelt, seitlich oder in der Mitte der Straße darf man parken (45° oder 90° zur Straße, ist vorgeschrieben), die Bewohner sind alle sehr spärlich bekleidet… glauben wohl auch an wärmere Temperaturen, wenige Cafés, viele Fast Food Snack Lokale und überall ein Coles oder Woolworth oder Aldi zum Einkaufen. Versprühen also eher wenig Charme.
Wir lernen auf einem Rastplatz am High Way zwei Deutsche Jungs kennen, die wir immer wieder am Abend am nächsten Übernachtungsplatz zufällig treffen, als hätten wir es uns ausgemacht. Tom und Flo sind eine willkommene Abwechslung für meinen Floh um mal wieder Männergespräche und Späße und ein oder mehrere Bierchen zu teilen!

DSC_0271Dann kommen wir endlich an die Ostküste und sind auch schon in New South Wales. Voller Erwartung geht es in Merimbula gleich zum Strand, doch was sehen wir: Viele Surfer in langen Surferanzügen. Die Zehen werden ins Wasser gehalten und nun wissen wir auch warum. Die Sonne ist zwar da und wärmt, doch zum Surfen in Shorts und Surfleiberl vermutlich zu kalt. Da ist ein Abend mit Lagerfeuer, Plaudereien mit den zwei Deutschen und Bundaberg Rum doch genau das Richtige! Es geht weiter in Richtung Sydney an der Küste entlang und wir passieren Batmans Bay, Ulladulla, Jervis Bay, Nowra und übernachten im Kangaroo Valley.

P1010420Dort sehen wir an einem traumhaften Campingplatz wieder Wallabies, Kängurus und Wombats. Abends kocht mein Floh immer fein auf, es ist morgens die erste Überlegung: was essen wir heute Abend! Nach dem Essen wird gelesen oder gewürfelt oder Backgammon gespielt oder wir schauen einen Film oder eine Serie von Departed (geniale Serie über 3 Weltreisende die 3 Jahre unterwegs waren und alles gefilmt haben, bitte unbedingt suchen!), Anthony Bourdain oder Jamie Oliver (Danke Sarah und Juan!). Wir fahren weiter an der Küste bis Kiama, dort sehen wir ein spektakuläres Blow Hole und dann erreichen wir Wollongong. Dort testen wir wieder die Wassertemperatur und siehe da, es ist wärmer. Wir finden eine idyllische Rest Area am High Way, ca. 35 km außerhalb der Stadt und dort bleiben wir dann fast eine Woche.

DSC_0255Das Surfboard wird endlich zu Wasser gelassen und immer wieder erzählen uns Leute, dass wir einen guten Kauf gemacht haben. Da haben wir wohl Glück gehabt, wir haben doch eher ins „Blaue“ gekauft. Das Surfen macht Spaß, die Temperaturen nähern sich Sommertemperaturen und wir genießen jeden Tag am Strand. Die ganze Stadt scheint recht sportlich zu sein und morgens, mittags und abends sehen wir Läufer, Radler, Fitnesstraining im Grünen und und und! Nach erfolgreichen Surftagen suchen wir in den Blue Mountains, einem Sandstein Plateau östlich von Sydney, wieder nach etwas Abwechslung. So umfahren wir auch Sydney, die Stadt besichtigen wir erst Ende Dezember ohne Camper.

DSC_0074Der Weg führt uns an vielen Aussichtspunkten und den Wentworth Wasserfällen zu den Three Sisters nach Katoomba, dort weiter nach Blackheath über eine Schotterstraße zu dem schönsten Lookout: Perry Lookdown. Man sieht direkt in die Blue Mountains hinein, atmet den Eukalyptusduft und sieht die blaue Spiegelung. Nur der Wind und die Tierwelt sind zu hören, keine Menschen sind unterwegs, ein befreiendes Gefühl! In Richmond werden wir Clubmitglieder und kommen in den Genuss einer warmen Dusche und verwöhnen uns mit Steak und Rotwein. Der Ausflug in die Berge war fein doch jetzt ruft das Meer wieder!



Australien die Erste

18 10 2011

Australien 17. Oktober bis 30. Oktober 2011

Couch Surfing & Camper der Erste

Endlich…in Australien ist WIFI nicht so einfach zu finden… und wenn dann sind download Beschränkungen bzw. ist es weit entfernt von High Speed Internet 😉

DSC_0108Wir kommen bei Sonnenschein in Melbourne an und merken schon einen Temperaturanstieg. Ein doppelter Espresso hilft uns, um uns auf die Anreise zu unseren Couch Hosts Sarah & Juan zu konzentrieren und unseren Weg mit 3 verschiedenen Verkehrsmitteln zu finden. Doch Melbourne hat da eine großartige Erfindung: Metlink. Start und Ziel online eingeben und dann wird jeder einzelne Umstieg erklärt, Screenshot gemacht, als E-Mail geschickt und schon haben wir auf dem iPod unseren Anfahrtsplan. Sarah holt uns vom Bahnhof ab und wir gehen gleich mal Lebensmittel einkaufen. Sarah und Juan sind eine der großzügigsten Gastgeber die wir kennen lernen durften! Wir wurden jeden Tag mit ausgezeichneten vegetarischen Speisen bekocht und haben die Gespräche und den Austausch sehr genossen. Die zwei möchten auch bald Reisen gehen und so hatten wir im Gegenzug zu den Melbourne Tipps auch eine Möglichkeit ihnen zu helfen. Wir haben mit Sarah im Auto eine Stadtrundfahrt und einen Ausflug in die Dangedongs gemacht, sind ein Stückchen dort gewandert und haben Papageien, Kakadus und einige andere Vögel gesehen.

DSC_0035 Nur 45 Minuten von der Stadt entfernt und Du glaubt Du bist im Regenwald, aber dennoch ganz nahe an einer 3 Millionen Stadt. An den anderen Tagen haben wir die Stadt besichtigt und entdeckten die vielen feinen kleinen Lokale die sich in der Mittagszeit mit tausenden Hungrigen füllen. Ein feines Geschehen, wir aßen asiatische Küche und ließen uns mit der Masse treiben. Wir wanderten durch den CBD, Fitzroy, Carlton etc. Melbourne ist eine tolle Stadt die durch die vielen Einflüsse der Einwanderer sehr lebendig ist. Zu groß um alles zu entdecken und wir haben auch viel Zeit mit unseren lieben Hosts verbracht. Eigentlich wollten wir ja zuerst nach Tasmanien, doch die Fährenpreise von über 100 EUR pro Person „one way“ haben uns dann dazu gebracht doch schon früher einen Camper zu nehmen und die Highlights an der Great Ocean Road zu besichtigen.

P1010403 Einen Camper zu bekommen war kurzfristig dann nicht so einfach. Leider konnten wir nicht einfach unseren bereits gebuchten Camper verlängern und sind dann auf eine der billigsten Varianten gestoßen: Wicked. Ein alter Toyota mit alter Matratze, Vorhängen und einem Gaskocher. Das sollte für 7 Tage reichen. Den Schimmel an der Decke haben wir erst zu spät entdeckt, da waren wir schon unterwegs, doch das Auto hat seinen Zweck erfüllt. Wir sind die Great Ocean Road entlang gefahren, relativ zügig, da wir viel Regen hatten und sind immer wieder einmal in den netten Ortschaften an der Küste stehen geblieben. Torquay, Angelesa, Lorne, Portland und und und, die „12 Apostel“ (Steinformationen an der Küste die durch das Wasser über Jahrhunderte hinweg geformt wurden) haben wir natürlich auch bewundert. Wir haben uns das genialste Buch für Camper in Australien gekauft: Camping Australia Wide. Es bietet Straßenkarten und kostengünstige und auch kostenfreie Campingplätze. Da können wir viel Geld sparen und die Campingplätze sind auch immer an ausgesprochen schön gelegen, manchmal muss auch eine „Rest Area“ am Highway oder Freeway her halten. Doch auch solche Plätze sind nicht so schlimm, landschaftlich manchmal auch ein Highlight trotz der vorbeifahrenden Autos. Gewöhnen muss man sich hier erst an die vielen überholenden Trucks. Auf der Landstraße mit 90 wird man eigentlich immer von einem LKW der 110 fährt überholt!
Nach der Küstenstraße sind wir noch etwas ins Landesinnere gefahren um in den Grampians wandern zu gehen. Doch hier waren aufgrund des vielen Regen der letzten Wochen viele Trecks gesperrt. Doch einen Gipfel haben wir erklommen:

DSC_0246Mt. Sturgeon nahe Dunkeld. Wir sind zuerst flach durch eine Art Wald gewandert um dann am Grat entlang durch den sogenannten Bush am Gipfel oder eher Plateau anzukommen. Die Sonne hatte sich wieder Blicken lassen und bei warmen Temperaturen (wenn die Sonne da ist, ist sie richtig heiß) sind wir hinauf gestapft. Die Landschaft die wir oben erblicken eröffnet uns eine Aussicht auf unendlich grüne Wiesen und Wälder und noch weiter in die „Berge“ oder Erhebungen in Richtung Norden. Auf dem Weg haben wir wieder einige Tiere entdeckt, viele davon können wir nicht benennen weil wir sie noch nie gesehen haben. Welcome to Australia! Dann noch 2 Nächte auf dem Campingplatz, eine Runde Auto putzen (bzw. eher rasch über den schon bestehenden Dreck drüber wischen) und dann haben wir den Camper ohne Probleme oder Unfälle nach 8 Tagen wieder in Melbourne zurückgegeben. Was haben wir gesehen: erstaunlich grüne Naturlandschaften, Sandstrände mit hohen, kalten Wellen, Steinküsten und Tiere (Känguru, Wallaby, Koala, Echsen und viele Mücken). Mit frisch gekauftem Surfboard unterm Arm fahren wir quer durch die Stadt, steigen wieder 3x um und sind nach 2 Stunden wieder bei Sarah und Juan die uns mit leckeren Gemüsespagetti empfangen. Wir lernen ihnen „Würfelpoker“ und am nächsten Tag sind die zwei so nett und fahren uns zu unserem nächsten zu Hause für die folgenden 50 Tage: einem Hitop Cheapa Camper by Apollo. Was der Roadtrip wohl bringen wird…